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KGV-Rechner für Aktien und Unternehmensbewertung

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sagt, wie viele Jahresgewinne im Kurs stecken. Der Rechner liefert es aus Kurs und Gewinn je Aktie, nennt den Kurs zu einem angesetzten KGV und stellt es dem Gewinnwachstum gegenüber.

Rechner

KGV-Rechner

Wie hoch ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis?

Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.

Ergebnis

14

Kurs 84 € bei einem Gewinn je Aktie von 6 €

84 ÷ 6 = 14

Gewinnrendite
7,14 %
Amortisation
14 Jahre
PEG-Verhältnis
1,4
Gewinn je Aktie
6 €

So arbeitet der Rechner

Der Kurs wird durch den Gewinn je Aktie geteilt. Ein KGV von 14 bedeutet, dass der Kurs vierzehn Jahresgewinnen entspricht – und dass der Gewinn, auf den Kurs bezogen, eine Rendite von 7,1 Prozent ergibt. Diese Gewinnrendite ist die Brücke zum Vergleich mit Anleihezinsen.

Entscheidend ist, welcher Gewinn eingesetzt wird. Das historische KGV nutzt den Gewinn des vergangenen Jahres, das erwartete den Schätzwert für das laufende oder nächste Jahr. Beide Werte unterscheiden sich erheblich, weshalb Quelle und Jahr immer mitgenannt werden müssen.

Weil Wachstumsunternehmen naturgemäß hohe KGVs haben, wird das Verhältnis oft durch die Wachstumsrate geteilt. Dieses PEG-Verhältnis gilt unter eins als günstig. Bei einmaligen Sondereffekten im Gewinn – Verkäufen, Abschreibungen, Rückstellungen – ist jede dieser Zahlen unbrauchbar, bis der Gewinn bereinigt ist.

Die wichtigsten Kennzahlen

KGV
Kurs geteilt durch Gewinn je Aktie. Die verbreitetste Bewertungskennzahl, weil sie nur zwei Angaben braucht.
Gewinnrendite
Kehrwert des KGV. Sie macht die Bewertung direkt mit Zinsen vergleichbar, was bei steigenden Renditen entscheidend ist.
PEG-Verhältnis
KGV geteilt durch das Gewinnwachstum in Prozent. Unter eins gilt als günstig, über zwei als teuer bezahlte Wachstumsstory.
Gewinn je Aktie
Jahresüberschuss geteilt durch die Aktienzahl. Rückkäufe heben ihn, ohne dass der Gewinn steigen muss.
Amortisation
Jahre, in denen der Kurs durch Gewinne verdient würde. Anschauliche Lesart desselben Werts, ohne Zinseffekt.

Formeln im Überblick

RechenwegFormel
KGVKGV = Kurs ÷ Gewinn je Aktie
Fairer KursKurs = Gewinn je Aktie × angesetztes KGV
GewinnrenditeRendite = 1 ÷ KGV × 100
PEGPEG = KGV ÷ Gewinnwachstum in Prozent
Gewinn je AktieEPS = Jahresüberschuss ÷ Aktienzahl
KGV des MarktesKGV = Marktkapitalisierung ÷ Gesamtgewinn

Fälle aus dem Betrieb

Kurs bewerten

84 Euro Kurs und 6 Euro Gewinn je Aktie ergeben ein KGV von 14 und eine Gewinnrendite von 7,1 Prozent. Bei Anleihezinsen von 3 Prozent ist das ein vertretbarer Abstand.

Zielkurs ableiten

Erwartet der Analyst 7,20 Euro Gewinn je Aktie und hält ein KGV von 16 für angemessen, ergibt das einen Zielkurs von 115,20 Euro.

Wachstum einpreisen

Ein KGV von 28 bei 30 Prozent Gewinnwachstum ergibt ein PEG von 0,93. Dieselbe Bewertung bei 8 Prozent Wachstum liegt bei 3,5 und ist schwer zu rechtfertigen.

Sondereffekt erkennen

Ein KGV von 4 nach einem Immobilienverkauf täuscht. Bereinigt um den Einmalertrag liegt es bei 17 – aus dem Schnäppchen wird ein normaler Wert.

Häufige Fragen

Welches KGV ist günstig?

Es gibt keinen absoluten Wert. Zyklische Industrie wird niedriger bewertet als Software, und in Phasen hoher Zinsen sinken die vertretbaren KGVs insgesamt. Sinnvoll ist der Vergleich mit Branche und eigener Historie.

Was gilt bei Verlusten?

Dann ist das KGV nicht definiert. Verwendet werden stattdessen Umsatz- oder Cashflow-Multiplikatoren, bis das Unternehmen Gewinne ausweist.

Historisches oder erwartetes KGV?

Das erwartete ist für die Anlageentscheidung relevanter, weil Kurse Erwartungen abbilden. Es hängt aber von Schätzungen ab, die sich ändern, während der historische Wert feststeht.

Warum haben zwei Wettbewerber unterschiedliche KGVs?

Unterschiede in Wachstum, Margenqualität, Verschuldung und Verlässlichkeit der Gewinne. Ein Aufschlag ist begründet, wenn die Gewinne stabiler sind, nicht allein wegen der Marke.