Gründung mit kleinem Gewinn
Bei 12.000 Euro Gewinn greift die Mindestbemessung. Der Beitrag richtet sich nicht nach dem tatsächlichen Einkommen und liegt deutlich über dem, was die Rechnung aus dem Gewinn ergäbe.
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Dienstag, 22. September 2026
Wer selbstständig freiwillig gesetzlich versichert ist, zahlt den Beitrag allein. Der Rechner ermittelt ihn aus dem Gewinn, berücksichtigt Mindest- und Höchstbemessung, Krankengeld und Kinderlosenzuschlag und stellt eine private Prämie daneben.
Rechner
Welcher Beitrag fällt als freiwillig gesetzlich Versicherter an?
Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.
Ergebnis
798,75 €
Monatlicher Beitrag bei 3.750 € Gewinn im Monat
3.750 × (17,7 % + 3,6 %) = 798,75 €
Bemessungsgrundlage ist der Gewinn, umgerechnet auf den Monat. Liegt er unter der Mindestbemessung von rund 1.248 Euro, wird dieser Wert angesetzt; oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von rund 5.512 Euro steigt der Beitrag nicht weiter. Beide Grenzen werden jährlich angepasst.
Der allgemeine Beitragssatz liegt bei 14,6 Prozent, dazu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. Wer Anspruch auf Krankengeld ab der siebten Woche will, zahlt den erhöhten Satz mit 0,6 Punkten mehr; ohne Krankengeld gilt der ermäßigte Satz. In der Pflegeversicherung fallen 3,6 Prozent an, für Kinderlose 0,6 Punkte zusätzlich.
Der Beitrag wird zunächst vorläufig auf Basis des letzten Steuerbescheids festgesetzt und nach dessen Vorlage rückwirkend korrigiert. Das führt zu Nachzahlungen, wenn der Gewinn gestiegen ist – diese Rücklage ist der häufigste Planungsfehler bei Selbstständigen. Die Werte hier sind Richtwerte, verbindlich ist die Festsetzung der Kasse.
| Rechenweg | Formel |
|---|---|
| Bemessung | Basis = min(max(Gewinn ÷ 12; 1.248,33 €); 5.512,50 €) |
| Krankenversicherung | KV = Basis × (14,6 % + Zusatzbeitrag + ggf. 0,6 %) |
| Pflegeversicherung | PV = Basis × (3,6 % + ggf. 0,6 %) |
| Gesamtbeitrag | Beitrag = KV + PV |
| Jahresbelastung | Jahr = Beitrag × 12 |
| Vergleich privat | Differenz = gesetzlicher Beitrag − private Prämie |
Bei 12.000 Euro Gewinn greift die Mindestbemessung. Der Beitrag richtet sich nicht nach dem tatsächlichen Einkommen und liegt deutlich über dem, was die Rechnung aus dem Gewinn ergäbe.
Ab rund 66.000 Euro Gewinn ist die Bemessungsgrenze erreicht. Weitere Gewinne erhöhen den Beitrag nicht mehr, was die relative Belastung sinken lässt.
Steigt der Gewinn von 35.000 auf 55.000 Euro, korrigiert die Kasse rückwirkend. Ohne Rücklage entsteht eine Nachforderung im vierstelligen Bereich.
Eine Prämie von 520 Euro kann günstiger sein als der gesetzliche Beitrag – bis Familienmitglieder mitversichert werden müssen, die gesetzlich beitragsfrei wären.
Über den Einkommensteuerbescheid. Bis dieser vorliegt, setzt die Kasse den Beitrag vorläufig fest und rechnet später ab. Wer einen Rückgang erwartet, kann eine Herabsetzung beantragen.
Bei jungen, gesunden Selbstständigen ohne Familie und mit stabilem Einkommen ist die Prämie oft niedriger. Gegen den Wechsel sprechen die Beitragsentwicklung im Alter und die fehlende kostenfreie Familienversicherung.
Für Gründer aus der Arbeitslosigkeit über Gründungszuschuss und in Teilen über Förderprogramme. Ein Arbeitgeberanteil entfällt, weshalb der volle Beitrag selbst zu tragen ist.
Dann gibt es keinen Einkommensersatz aus der Kasse. Alternativen sind eine private Krankentagegeldversicherung oder der erhöhte Beitragssatz mit Anspruch ab der siebten Woche.