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Lohnnebenkosten-Rechner für Kalkulation und Controlling

Lohnnebenkosten sind mehr als die Arbeitgeberanteile: Sonderzahlungen, Altersvorsorge, Weiterbildung und Arbeitsplatz gehören dazu. Der Rechner weist die Quote aus, summiert die Personalkosten und verteilt sie auf die tatsächlich produktiven Stunden.

Rechner

Lohnnebenkosten-Rechner

Wie hoch ist der Nebenkostenanteil am Bruttolohn?

Komma oder Punkt sind beide möglich. Die Rechnung läuft direkt im Browser, es werden keine Eingaben übertragen.

Ergebnis

32,41 %

Lohnnebenkosten bezogen auf 54.000 € Jahresbruttolohn

(11.500 + 6.000) ÷ 54.000 = 32,41 %

Nebenkosten im Jahr
17.500 €
Personalkosten im Jahr
71.500 €
Anteil am Gesamtaufwand
24,48 %
Kostenfaktor
1,324

So arbeitet der Rechner

Die Quote setzt alle Nebenkosten ins Verhältnis zum Bruttolohn. Der Rechner trennt gesetzliche von freiwilligen Posten, weil nur die erste Gruppe fest vorgegeben ist und die zweite in Verhandlungen und Budgetrunden gestaltbar bleibt.

Für die Kalkulation zählt nicht der Bruttolohn, sondern der Kostensatz je produktiver Stunde. Urlaub, Feiertage, Krankheit und Schulungen verkürzen die verrechenbare Zeit, die Kosten bleiben. Bei 2.080 bezahlten Stunden und 400 Ausfallstunden steigt der Satz um rund ein Viertel.

Ein häufiger Fehler in Angeboten ist die Quote auf der falschen Basis. Nebenkosten von 17.500 Euro auf 54.000 Euro Bruttolohn sind 32 Prozent Quote, aber nur 24 Prozent Anteil an den Gesamtkosten. Beide Zahlen erscheinen im Ergebnis, damit die Verwechslung auffällt.

Die wichtigsten Kennzahlen

Nebenkostenquote
Nebenkosten geteilt durch Bruttolohn. Sie ist die übliche Vergleichsgröße zwischen Branchen und Standorten.
Personalkosten
Bruttolohn plus alle Nebenkosten. Die Zahl, die in Plan und Deckungsbeitragsrechnung gehört.
Kostenfaktor
Personalkosten geteilt durch Bruttolohn. Übliche Werte liegen zwischen 1,25 und 1,45.
Produktive Stunden
Bezahlte Stunden abzüglich Ausfall. Sie bestimmen den Kostensatz stärker als jeder einzelne Nebenkostenposten.
Ausfallquote
Anteil der nicht verrechenbaren Zeit. Über 20 Prozent sind bei Vollzeitstellen die Regel, nicht die Ausnahme.

Formeln im Überblick

RechenwegFormel
NebenkostenquoteNebenkosten ÷ Bruttolohn
PersonalkostenBruttolohn + Nebenkosten
Anteil am GesamtaufwandNebenkosten ÷ Personalkosten
KostenfaktorPersonalkosten ÷ Bruttolohn
Produktive Stundenbezahlte Stunden − Ausfallstunden
StundensatzPersonalkosten ÷ produktive Stunden

Fälle aus dem Betrieb

Kalkulation im Handwerk

54.000 Euro Bruttolohn und 17.500 Euro Nebenkosten ergeben 71.500 Euro Personalkosten und einen Kostenfaktor von 1,32.

Stundensatz im Angebot

Bei 1.680 produktiven Stunden kostet die Stunde rund 43 Euro. Gewinn und Gemeinkosten kommen darauf noch obendrauf.

Benchmark im Konzern

Sinkt die Quote nur, weil Sonderzahlungen gestrichen wurden, verbessert sich die Kennzahl ohne echten Effizienzgewinn.

Teilzeit im Vergleich

Fixe Arbeitsplatzkosten verteilen sich auf weniger Stunden, der Stundensatz einer Teilzeitstelle liegt deshalb oft höher.

Häufige Fragen

Welche Posten gehören zu den Nebenkosten?

Arbeitgeberanteile, Umlagen, Unfallversicherung, Sonderzahlungen, betriebliche Altersvorsorge, Weiterbildung sowie Arbeitsplatz- und Ausstattungskosten.

Wie hoch ist die Quote in Deutschland?

Die gesetzlichen Anteile liegen bei rund 21 bis 23 Prozent. Mit freiwilligen Leistungen sind 30 bis 45 Prozent üblich.

Wo liegt der Unterschied zum Arbeitgeberkosten-Rechner?

Dort werden die Beitragssätze aus dem Bruttolohn errechnet, hier tragen Sie die Kosten ein, die Ihre Buchhaltung tatsächlich ausweist.

Muss ich die Umsatzsteuer beachten?

Nein, Löhne sind nicht umsatzsteuerbar. Bei Fremdleistungen dagegen prüfen Sie Netto und Brutto mit dem MwSt-Rechner.